Klima
Vegetation und Fauna
Besiedlung
Völker und Sprachen
Religionen
Demografische Ent.
Bildung
Burkinische Diaspora
Blaise Compaoré

Vegetation

Zum grössten Teil ist das Land von Trockensavanne mit spärlichem Baumwuchs bedeckt. An den Flussufern finden sich in dieser Zone häufig Galeriewälder. Im Südwesten wird die Vegetation im Übergang zu den Feuchtsavannen deutlich dichter, in den Dornstrauchsavannen des Nordens dagegen immer spärlicher und fehlt in den Halbwüsten des Sahel zum Teil fast völlig.

Während die sahelischen Savannen hauptsächlich von Akazien, insbesondere von der Schirmakazie, geprägt sind, sind Flügelsamengewächse das dominierende Element der sudanesischen Savannen. Die Krautschicht besteht nach Arten und Abundanz zu einem grossen Teil aus Gräsern, wobei der Anteil hoher und ausdauernder Arten zum Süden hin zunimmt.
Der seit etwa 30 Jahren in Burkina Faso zu beobachtende Klimawandel, der sich in sinkenden Niederschlagswerten und höheren Temperaturen ausdrückt, sowie die von Landwirten zur Erschliessung von Ackerland entfachten Buschfeuer, Abholzung sowie Erschöpfung der Böden sind Gründe für eine wachsende Desertifikation, ausgehend vom sahelischen Norden des Landes. Häufige Dürren oder heftige Regenfälle verhindern regelmässige Ernten und zerstören sie.
Durch ein geringes Produktivitäts- und Ausbildungsniveau werden anspruchsvolle Arbeitnehmer behindert. Der hohen HIV-Infektionsrate fallen viele zum Opfer, die ihr Wissen so nicht an künftige Generationen weitergeben können. Zudem fehlen dem Land die technischen Mittel und das Know-How, um eine stabile Landwirtschaft aufzubauen. Dies alles trägt zu geringen Ernteerträgen und häufigen Hungersnöten bei. Im Jahre 1984 wurde der Plan national de lutte contre la désértification (PNLD) erstellt, mit dem die noch intakten Naturräume geschützt, die Praxis des Legens von Buschfeuern bekämpft, die Bodenqualität verbessert und Wiederaufforstungsprogramme organisiert werden sollen. Allein in den Jahren 1996 bis 2000 wurden zu diesem Zweck rund 23 Millionen Bäume gepflanzt. Es wurde davon Abstand genommen, reine Eukalyptusplantagen anzulegen, wie in den Sechzigerjahren geschehen, als man relativ schnell Bäume zur Feuerholzgewinnung bekommen wollte.


Nationalparks

Durch die zunehmende Bevölkerungsdichte wurde der Lebensraum der typischerweise die Savannen bewohnenden Tiere stark eingeschränkt. Zum Schutz von Elefanten und anderem Grosswild wurden Schutzgebiete ausgewiesen. Die bedeutenden Nationalparks des Landes sind der Arli-Nationalpark sowie der W-Nationalpark, in denen das für die Savannen typische Grosswild beobachtet werden kann. Diese Reservate sind im Gegensatz zum kleineren Kaboré-Tambi-Nationalpark gut für Touristen erschlossen. Reizvoll sind die Wasserfälle Cascades de Karfiguéla im Südwesten Burkina Fasos und die im Norden gelegenen Sanddünen von Oursi, die die Nähe zur Sahara erkennen lassen.
Neben den Nationalparks bestehen besonders im Südosten und Norden weitere grosse Schutzgebiete, wie das réserve partielle de la faune du Sahel und das réserve de Pama. Das Mare aux Hippopotames ist ein UNESCO-Biosphärenreservat.
Daneben bestehen zahlreiche forêts classées; kleinere nationale Schutzgebiete, die besonders im Südwesten eine Rolle spielen, wo grössere Schutzgebiete fehlen.


Fauna

Die meisten der grossen, die Savannen bewohnenden Säugetiere sind auch in Burkina Faso zu finden, durch den enormen Bevölkerungsdruck aber in ihren Lebensräumen bedroht. Einige Tierarten, wie zum Beispiel Giraffen sind im Land nicht mehr anzutreffen. In den Schutzgebieten leben Flusspferde, Elefanten, Antilopen, Affen, Gazellen und Leoparden, die durch Jagd dezimiert wurden.
Es gibt Afrikanische Buschratten und Schlangen. In den Seen und mares leben Krokodile, die von der Bevölkerung als „heilige Krokodile“ besonders geehrt werden.
Für die meisten Tierarten bestehen Jagdverbote.


Vegetation Burkinas

Nationalparks

Die Bewohner der burkinischen Savanne




Druckbare Version
Vegetation Burkinas

Ihr Weg zu unsLiteratur-NachweiseImpressum - QuellennachweiseSiteMap - IndexLinks